Das Team

Daniela Bolze (geb. 1958)

Seit über 25 Jahren ist es mir ein tiefes Herzensbedürfnis, mit einer eigenen Kinderreitschule Kindern von Anfang an den richtigen, artgerechten Umgang mit Ponys und Pferden beizubringen. Viel zu schlecht und tierschutzwidrig waren leider meine eigenen Erfahrungen als Kind und Jugendliche.

Ich reite seit meinem achten Lebensjahr mit kurzen Unterbrechungen – das sind mittlerweile über 50 Jahre - und habe einen Trainerschein.

Seit gut zehn Jahren liegt mir vor allem die Pferdesprache am Herzen. Ihre Kommunikation ist so fein und wird leider in den meisten Reitschulen völlig vernachlässigt. Den Kindern von Anfang an zu zeigen, wie 'leise' man mit den Fellnasen umgehen kann, ist seitdem meine Antriebskraft.

Die Anforderungen, die man im Umgang mit Pferden Kindern zumuten kann, haben sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. Reiterlicher Drill hat für mich nichts mehr  mit Ponys und vor allem auch mit Kindern zu tun. So hat Freude und Kraft, die Pferde uns schenken können, viel mehr Gewicht bekommen, als die reine Vermittlung der Reittechnik.

Als gelernte Journalistin nützt mir meine Fähigkeit mit Worten umzugehen nicht nur bei der Publikation von Sachbüchern, sondern auch, um vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben, um die SchülerInnen anzuleiten.

Als Reitlehrerin lebe ich seit Jahren meinen Traum, nicht nur Kinder und Erwachsene mit Pferden wachsen zu lassen und damit ihre Welt zu verbessern, sondern mit dem größeren Wissen um die Bedürfnisse der Fellnasen, damit auch die Welt der Pferde.

Anna Schrade (geb. 1991)

Schon seit frühester Kindheit faszinieren mich Pferde. Durch Ponyreiten, erste Reitstunden und später auch verschiedene Reitbeteiligungen, durfte ich immer wieder in die Welt der Pferde und der Reiterei schnuppern. Mir fehlte jedoch immer das tiefere Eintauchen, das Verstehen der Tiere und die Möglichkeit, nicht nur zu reiten, sondern mich auf natürliche Weise mit den Tieren zu umgeben. Dazu ergab sich für mich die Möglichkeit auf Island, als ich sechs Monate mit rund hundert Pferden lebte und arbeitete. Hier erlebte ich das Zusammenleben der Menschen mit der Herde sehr intensiv, konnte vieles neu lernen und fühlte mich bestätigt in meinem Gefühl, das im konventionellen  Reitunterricht die Mensch-Tierbegegnungen und das wirkliche aufeinander Einlassen, nur sehr begrenzt und für mich unbefriedigend möglich war.

Ich studierte Medizin und Psychologie in Berlin und Hamburg, bin mittlerweile leidenschaftliche Filzerin. Erst durch meine eigenen Kinder machte ich mich wieder auf die Suche nach Pferden in unserer Umgebung. Hierbei traf ich auf die Ponyschule von Daniela und merkte schnell, wie mich ihre Art mit den Tieren umzugehen faszinierte. Die Versorgung der Ponys, das Reiten und das einfache Sein mit den wunderbaren Fellnasen, wurde eine große Bereicherung und Kraftquelle für die Kinder und für mich.

So ergab sich die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Daniela und ihren acht Ponys. Wobei mir das Erleben und tiefe Eintauchen der Kinder in die Welt der Ponys sehr am Herzen liegt.

Durch meinen psychologischen Hintergrund bin ich besonders gespannt auf die Arbeit mit Mensch und Tier im Bereich des Coachings und der Persönlichkeitsbildung.

Unsere Ponys

Unsere acht Ponys leben zumeist seit vielen Jahren in einem festen Herdenverbund in artgerechter Offenstallhaltung zusammen. Eine feste Herde, mit kaum wechselnden Mitgliedern, ist für das seelische Gleichgewicht der Pferde immens wichtig. Da die Ponys von Menschen umgeben und versorgt werden, die kompetent im Umgang mit ihnen sind und sehr auf den freundlichen Umgang mit ihnen achten, haben sie ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zu Zweibeinern und empfinden diese als Freund und Zugewinn für ihr Leben. Das merkt man ihnen sofort in ihrer Zugewandtheit an. Sie sind freundlich und neugierig und lieben es, mit den Kindern zusammen zu sein.

Aber es sind auch acht eigene kleine Persönlichkeiten. Eine große Chance für die SchülerInnen, sich auf ganz verschiedene Wesen einstellen zu können.

geb. am 14.1.1999, ca. 156 cm groß, brauner Wallach, Andalusier

Vale

Vale oder auch Valeroso, wie er mit vollem Namen heißt, ist in unserer kleinen Herde der Chef. Das bedeutet für ihn, dass er immer das beste und meiste Futter bekommt und am liebsten auch die meiste Aufmerksamkeit. Er ist den Menschen gegenüber sehr sanft und macht ihnen trotzdem unmissverständlich klar, wo er gerade gekrault werden möchte oder wann er mit seinem Ball spielen möchte. Da bleiben keine Zweifel offen. Die frechen Shetties werden von ihm manchmal ganz schön drangsaliert, wenn er schlechte Laune hat oder sie in seinen Augen zu respektlos waren.

Reiterlich können wir Vale leider nur noch sehr begrenzt einsetzen, weil er genetisch bedingt eine sehr schwache Rückenmuskulatur hat. Aber er ist das großartigste Pferd, wenn es darum geht, Freiarbeit, Longieren, Clickertraining oder jegliche Art von Bodenarbeit zu lernen. Und er ist einfach bildhüsch – was er auch weiß.

geb. am 7.4.1993, ca. 144 cm groß, Falbe, Fjordstute

Mali

Mali hat mein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt. Ich bekam sie, als sie anderthalb Jahre alt war. Sehr schnell machte sie mir klar, dass ich bis dahin nichts über Pferde wusste – zumindest nicht das, was wirklich wichtig war. Denn ich hielt mich natürlich für eine große Expertin. Gemeinsam mit ihr entdeckte ich die wunderbare und heilsame Welt der Pferde. Und es war oft für uns beide ein sehr holperiger Weg. Dass sie trotz all meiner Fehler immer noch uns Menschen so zugewandt ist, rechne ich ihr hoch an. Durch sie entdeckte ich, was ich in all den Jahren vorher nicht in den Reitställen gelernt hatte. Und ich beschloss, dass ich das in der Zukunft ändern wollte. Mali ist also der Grund, das ich jetzt Reitlehrerin bin und keine Journalistin mehr.

Mali ist in der Herde die Leitstute. Sie sorgt beschwichtigend für Frieden und Harmonie in der Herde. Erst recht, seit sie auf dem linken Auge ganz blind ist und auch rechts nur noch eingeschränkt sehen kann. Das hindert sie allerdings nicht daran, im Gelände die heißeste Pony-Oma der Welt zu sein. Kindern gegenüber ist sie sanft, aber sehr bestimmt in dem, was sie gerade möchte. Und wer so gar nicht hören will, was man besser auf ihr machen kann, bei dem stellt sie sich einfach in die Mitte der Bahn, guckt mich an mit dem Blick 'Nimm das da runter!' und wartet ab, ob es eine Besserung gibt. Sie ist reiterlich sehr weit ausgebildet und gibt dieses Wissen gerne durch feine Reaktionen auf ihre ReiterInnen weiter. Eine großartige Stute, der ich so viel verdanke. Ein echtes Herzpferd! 

geb. 2011, ca. 145 cm groß, Falbe, Fjordstute

Finje

Finje habe ich über die Pferdeklappe bekommen, als sie vier Jahre alt und noch roh war. Sie hatte sich damals aus Kummer ein schweres Sommerekzem zugezogen und kein einziges Langhaar mehr auf dem Kopf. Sehr schnell stellte sich heraus, was für eine lernwillige, sanfte, kluge und menschenbezogenen Stute wir gefunden hatten. Was für ein Glück für uns. Aber vor allem auch für Mali. Sie schloss Finje sofort in ihr Herz und die beiden sind engste Freundinnen, die sich sehr viel Halt und Liebe geben. Finje hat immer noch mit ihrem Stoffwechsel zu kämpfen und leider auch mit ihrem Gewicht. Sie liebt die Arbeit mit den SchülerInnen und ist jedes mal tief traurig, wenn sie nicht mit raus darf. Reiterlich ist sie sehr fein und auch fleißig – was man ihr bei dem Bäuchlein gar nicht zutraut. Aber am liebsten mag sie Wippen und neue Sache lernen und ist dabei für jeden Schabernack zu haben. Im Gelände ist sie eine richtige Lebensversicherung, weil sie vor nichts Angst zu haben scheint. Was für ein Glücksgriff!

geb. 4.5.2005, ca. 136 cm groß, Falbe, Fjordstute

Liska

Liska ist das zuverlässigste Schulpferd, das ich neben Browny kennengelernt habe. Und so ist es kein Wunder, dass ihr die Herzen nur so zufliegen. Es kann natürlich auch an ihren schönen Augen, der langen Mähne und dem rosa Halfter liegen. Da, wo Finje und Mali korrekte Hilfen verlangen, um das Gewünschte umzusetzen, reicht Liska eine ungefähre Vorstellung und sie läuft brav außen herum. Das macht es den SchülerInnen natürlich leichter. Sie hat seit Malis Sehschwäche ein bisschen die Herdenführung übernommen. Vor allem setzt sie in die Tat um, was Vale möchte, um die Herde vor fremden Pferden zu schützen.

Und Liska bringt uns Menschen bei, wirklich ganz klar unseren eigenen Raum einzuhalten und auch zu behaupten. Denn warum soll sie sich jemandem vom Boden aus anvertrauen, der nicht mal weiß, wo er selbst hin möchte. Sie ist eine tolle Bereicherung für unsere Herde und gemeinsam mit Mali und Finje sind sie ein unschlagbares Trio.

geb. 15.9.1990, ca 122 cm groß, Schimmel-Wallach, Ponymix

Hansl

Wer Hansl sein eigen nennen darf, kann sich sehr sehr glücklich schätzen. Er ist einfach eine  Seele von Pferd. Zum Zeitpunkt dieses Textes ist er bereits 33 Jahre alt und kein bisschen müde. Er trägt die kleinen ReitanfängerInnen stolz und liebevoll auf seinem Rücken. Auf ihm haben viele ihren ersten, sanften Galopp lernen dürfen.

Als ich ihn vor fast 20 Jahren zum ersten Mal traf, rannte er mir und meinen Ponys im Gelände immer hinterher, weil er unbedingt dazugehören wollte. Ein Jahr später hatten wir es geschafft und er wurde ein wichtiger und sehr fleißiger Teil der Herde.

Sein allerbester Freund ist Vale, weswegen wir ihn auch gerne 'Vales weißen Schatten' nennen. Wo der Boss ist, ist Hansl nicht weit. Als er noch jünger war, ist er sogar gut und gerne gesprungen – das muten wir ihm heute nicht mehr zu. Vom Boden aus knabbert er seine Menschen gerne nach Leckerchen ab. Davon darf er gerne reichlich haben. Denn durch sein hohes Alter hat er schon etliche Zähne verloren und es ist gar nicht so einfach, ihn rund zu halten. Wir sind unendlich glücklich, ihn an unserer Seite zu wissen und hoffen aus tiefstem Herzen, das das noch sehr viele Jahre der Fall ist.

geb. 2000, ca 108 cm groß, brauner Shettie-Wallach

Browny

Browny müsste man eigentlich als Schulpony klonen, so wundervoll ist er. Immer nett zu den Kindern, buckelt und beißt nicht und hat sehr viel Geduld. Um so mehr, wenn er einen der dicken Fjordpopos vor seiner Nase hat. Dann ist er überglücklich, denn er liebt seine Falb-Stuten sehr. Dann läuft er in der Bahn stur hinter ihnen her. Und so manches Kind dachte schon, es könne selbstständig und ungeführt reiten. Doch wehe, er soll in eine andere Richtung gehen. Da zeigt sich dann, wer wirklich schon die Reiterhilfen beherrscht und er setzt das dann auch brav um. Besser geht es gar nicht! Optisch wirkt er vielleicht etwas unscheinbar – doch vom Herzen her ist er der Größte. Etwas Besseres kann man sich als kleiner ReitanfängerIn nicht wünschen und so hat er schon unendlich viele Kinderherzen erobert – und auch unsere.

geb. 2011, ca. 102 cm groß, Rappe, Shettie-Wallach

Kasper

Eigentlich ist Pico Schuld, dass Kasper jetzt Mitglied unserer Herde ist. Nach dem Tod seines besten Freundes und dem Umzug, war Pico sehr alleine und wirkte auch traurig und in sich gekehrt. Also suchten wir ein freches, selbstbewusstes Shettie in seiner Größe, das Lust hat zu spielen und ihm ein neuer guter Freund sein könnte. Soweit der Plan. In der Realität können sich die beiden nicht wirklich ausstehen und empfinden sich als Konkurrenten. Dafür ist Kasper ein sehr loyaler Partner an der Seite von Pearl geworden.

Das war aber auch der einzige Trugschluss, den wir anfangs hatten. Denn wir haben in Kasper einen sehr wachen, freundlichen und auch frechen Zuwachs bekommen. Wenn man glaubt, man hängt irgendwo fest, dann hat bestimmt Kasper den Jackensaum im Maul. Er macht es sehr deutlich, wenn er gekrault oder gekratzt werden möchte. Gibt es mal Streit, schmollt er nicht lange, sondern besticht uns mit seinem frechen Ausdruck und dem soooo niedlichen Shettiegesicht.

Anfangs konnte man merken, dass er mit Kindern in der Reitschule, aus der wir ihn gekauft haben, nicht die besten Erfahrungen gemacht hatte. Er war sehr zögerlich und skeptisch. Doch je mehr positive Erfahrungen er mit unserer Art des Umgangs machen konnte, desto aufgeweckter und neugieriger wurde er auf all die tollen Sachen, die wir hier mit Ponys veranstalten.

Er ist ein sehr schnelles Pony. Sitzt ein etwas erfahrenerer Zweibeiner auf ihm, dann läuft er mit gerundetem Hals wie ein kleiner Minifriese im Gelände. Totschick! Und er bringt den Zweibeinern bei, dass sie schnell und konsequent sein müssen, wenn sie nicht die ganze Zeit neben ihm als grasendem Pony stehen wollen.

Kasper liebt es, frei mit den Kindern über den Paddock zu laufen. Er ist ein mutiger, selbstbewusster kleiner Kerl, der es sichtbar genießt und aufblüht, weil er hier ein Mitspracherecht hat und er in all seiner geistigen Größe gesehen wird. Wie schön, dass er bei uns ist!

geb. 12.5.2004, ca. 98 cm groß, Fuchsschecke, Shettie-Wallach

Pico

Pico oder auch Picasso, wie er mit vollem Namen heißt, ist einfach der Hammer! Er liebt Kinder, ist immer freundlich, hat immer Lust – wenn auch mit sehr eigenen Ideen. So sind für ihn Pylone nicht dafür da, um um sie herum zu reiten, sondern um sie umzuschmeißen. Doch das alles immer fröhlich und liebevoll. Er hat sich selbst das Steigen beigebracht, weil er gesehen hat, das einige Ponys für besondere Tricks extra Leckerchen bekommen haben. Statt diese einfach nachzumachen, hat er eigene entwickelt. Sehr klug der kleine Mann. Er lässt sich auch nicht von irgendwelchen Stromlitzen abhalten. Sobald der Strom ausgeschaltet ist, zwutscht er unten durch und holt sich ausgiebig Gras von der Nachbarweide. Dann muss er sich nicht wundern, wenn Vale ihn hinterher zurechtweist.

Er liebt es, mit den Kindern frei über die Weide oder den Paddock zu laufen. Und so wird er fast immer für sie zum absoluten Highlight des Nachmittags. Da die Kids natürlich nur wenige Stunden am Tag da sind und Picos Spielleidenschaft fast 24 Stunden vorhanden ist, suchten wir dringend einen neuen Spielkameraden für ihn. Denn seine besten Freunde Moses und Fiete, mit denen er ausgiebig getobt hat, leben leider bereits auf der großen Weide im Himmel. Wir hoffen sehr, dass Kasper ein gleichwertiger Ersatz wird. Denn Pico hat es einfach verdient, ein rundum glücklicher Pony-Mann zu sein, da er uns Menschen so viel Glück und Freude schenkt.

geb.  14.06.2010, ca 116 cm groß, Shettlandpony, Fuchsschecke, Stute

Pearl

Pearl ist ein absolutes Wunschkind! In dem damaligen Stall gab es viel Platz. Direkt nebenan stand ein bildhübscher kleiner Scheckhengst, der von der Größe her wunderbar zu ihrer wundervollen Mutter Pretty passte. Und es hat sehr schnell geklappt. Von Pearl gibt es sogar Ultraschallfotos, auf denen sie so groß wie eine Perle ist. Sie hatte ihren Namen also schon, bevor sie überhaupt auf der Welt war. Und dann lag sie irgendwann neben ihrer Mutter auf dem Paddock, streng bewacht von Tante Mali und war ein Miniabbild ihren hübschen Vaters.

Nichts war vor ihren Zähnen und der neugierigen Schnute sicher. Pretty konnte sehr froh sein, in Mali eine große Unterstützung bei der Erziehung zu haben. Sie hat die ganze Herde und auch alle Zweibeiner um ihre Hufe gewickelt mit ihrem Charme. Von ihrer Mutter hat sie ein großes Selbstbewusstsein und mentale Stärke geerbt. Ihre Position als verwöhntes ‚Einzelkind‘ inmitten einer Herde von erwachsenen Ponys hat das noch verstärkt. Pearl biedert sich niemandem an. Sie weiß genau, was sie möchte und vor allem auch, was nicht. Wer letzteres nicht sofort erkennt, dem macht sie das unmissverständlich klar. Deswegen ist sie so eine wundervolle Lehrmeisterin dafür, bereits auf kleinste Ausdruckssignale hin zu reagieren und vor allem mit sehr viel positiver Motivation mit ihr zu arbeiten. Dann ist sie ein echtes Turbo-Pony, das mit Freude mitmacht und mit Schnelligkeit und Intelligenz strahlt. Dann hat sie so viel Spaß am Miteinander mit den Zweibeinern, dass man sie nur schwer wieder auf den Paddock zurück bekommt.

An Pearl kann man auch wunderbar lernen, das man sich sehr genau überlegen soll, was man einem Pony beibringt. Aus bestimmten Umständen lebte Pearl für drei Jahre auf der Ponyranch Elbstrand, wo sie großartige Dinge lernte. Unter anderem auch, sich auf Kommando hinzulegen. Eine ihrer Lieblingsübungen. Ganz im Gegensatz zum Reiten. Und da sie sehr klug ist, hat sie sich irgendwann angewöhnt, sich einfach hinzulegen, wenn sie keine Lust mehr hatte, geritten zu werden – mit Reiterin oben drauf. Mittlerweile bauen wir das als Zirkustrick mit ein, da es eigentlich eine sehr bequeme Art ist, abzusteigen. Und es gibt immer öfter Stunden, in denen sie es gar nicht mehr tut. Als sehr sensibles Ponymädchen spürt sie ganz genau, wer sie wirklich mag und wer vielleicht zu viel Angst hat.

2024 kam sie endlich wieder zurück in ihre Geburtsherde, von denen ja noch etliche da waren. Es war so rührend zu sehen, wie sie erkannt wurde und Tante Mali sie sofort wieder unter ihre Fittiche genommen hat. In Kasper hat sie einen sehr loyalen Ponymann an ihrer Seite. Ich bin so dankbar, dass meine kleine Prinzessin wieder bei mir ist.

geb.29.05.2018, ca 142 cm groß, Lewitzer-Paint-Mix, Rappschecke, Stute

Hope

Eigentlich sollte Hope zusammen mit Amadeus als Einsteller zu uns kommen. Und eigentlich nehmen wir gar keine Einsteller in unserer Herde auf. Da merkt man schon, das Geschichten, die mit ‚eigentlich‘ beginnen, immer komplizierter ausgehen. Denn auf Grund persönlicher Schicksalsschläge der Vorbesitzerin wurden die beiden uns plötzlich geschenkt. Und das, obwohl wir auf gar keinen Fall für noch mehr Fellnasen verantwortlich sein wollten bei all den gestiegenen Preisen. Zumal beide noch ungeritten und ziemlich unerzogen waren.

Hope hatte keine leichte Kindheit. Wurde mit vier Monaten von der Mutter getrennt. Stand dann eine kurze Zeit in einer größeren gemischten Herde, bis sie die letzten vier Jahre nur noch mit dem kleinen Shettie Amadeus als einzigem an ihrer Seite auf einer sehr ruhigen Weide hinterm Haus lebte.

Als die beiden in unsere große, sehr eng zusammen lebende Herde kamen – natürlich nach langen, langsamen Integrationsschritten, musste Hope im Schnelldurchgang die Benimmregeln innerhalb der Herde lernen. Was sie auch tat. Sehr schnell lernte sie die kleinsten Zeichen zu lesen und sich mit dem gebührenden Respekt zu verhalten. Wenn sie gefrustet ist – was leider noch recht häufig der Falle ist – lässt sie es noch an den rangniedrigeren Ponys wie Pearl und Kasper aus. Doch die stecken das ganz gut weg.

Hope ist sehr dem Menschen zugewandt, liebt es, in seiner Nähe zu sein. Allerdings musste sie auch uns gegenüber lernen, auf feine Zeichen zu weichen, uns nicht anzurempeln oder einfach umzulaufen. Ein sehr typisches Verhalten für Pferde, die als Fohlen von Menschen großgezogen werden, ohne das Korrektiv von anderen erwachsenen Pferden zu haben. Also musste sie erst einmal auch da  in die Benimmschule. Und sie lernt schnell. Ist dabei aber auch sehr ungeduldig und hippelig. Da braucht es viel innere Ruhe und ein inneres Lächeln, um sich nicht anstecken zu lassen, sondern ihr ein verlässliches Gegenüber zu sein, die für beide gute Entscheidungen trifft.

Noch reagiert sie auch sehr sensibel auf Außenreize. Kein Wunder, denn davon gab es in ihrem alten Zuhause kaum welche. Die sehr erfahrenen und gelassenen Fjorddamen helfen ihr sehr dabei, das alles richtig einschätzen zu lernen. Und so läuft sie tatsächlich auch sehr flüssig und motiviert als Handpferd mit Reiter im Gelände mit und hat sichtlich Spaß. Wir starten das Einreiten sehr langsam, damit es für sie als positiv erlebt wird. Schon jetzt wiehert sie empört, wenn die Großen auf der Spielfläche sind und sie auf dem Paddock bleiben muss. Denn es macht ihr viel Spaß, mit uns zu lernen und zu spielen.

Bei vielen Übungen merkt man, das sie sich ihres eigenen Körpers nicht so recht bewusst ist. Auch das wird mit TTouches und speziellen Bodenarbeitsübungen trainiert.

Ohne die Herde läuft für sie bereits nach kurzer Zeit nichts mehr und jedem Pony, das den Hof für einen Ausritt verlässt, wird hinterher gewiehert. Das ist schon sehr anrührend.

Wir sind sehr gespannt, wie sie sich weiter entwickeln wird .

Amadeus, geb 2017, ca. 98 cm groß, Shettlandypony, Schimmel, Wallach

Amadeus

Ich habe optisch noch kein niedlicheres Pony kennengelernt, wie Amadeus. Wenn einen dieser kleine Zauberprinz anguckt, fliegen die Herzchen in meiner Brust. Wie kann man nur so niedlich sein?????

Amadeus kam gemeinsam mit Hope zu uns. Er sollte als Einsteller kommen und gehörte nach kurzer Zeit plötzlich uns. Mehr darüber könnt ihr bei Hope lesen.

Wer dieser kleine, zauberhafte Kerl vom Wesen her wirklich ist, kann man noch gar nicht so genau sagen. Denn dadurch, das er die letzten Jahre mit Hope alleine stand, fühlt er sich zu 100 Prozent für sie verantwortlich. Er ist so damit beschäftigt, auf sie aufzupassen (wo es gar nicht nötig ist), sie auf Schritt und Tritt zu begleiten und darauf zu achten, das auch ja kein anderes Pferd ihr zu nahe kommt – vor allem der Herdenchef Valeroso nicht – , dass er gar nicht dazu kommt, von sich aus auf die anderen zuzugehen. Da gab es kurze Fellchenpflegesequenzen mit Mali und Liska – das war es dann aber auch schon. Dabei könnte er so schöne Jungsspielchen mit Pico und Kasper genießen, wie ich das von anderen Shettiewallachen kenne. Ich hoffe so sehr, das das noch kommt.

Wenn wir ihn zusammen mit den anderen Shetties ins Gelände mitnehmen, blüht er regelrecht auf. Er ist mutig, neugierig und liebt es, mit den Kindern etwas zusammen zu machen. Wippen, aufs Podest klettern, mit dem Gymnastikball Fussball spielen – einmal kurz abgeguckt und schwupps nachgemacht. Shettie halt. Die Löwenherzen unter den Equiden.

Sollte Hope allerdings ohne ihn vom Paddock geholt werden, geht das gar nicht. Dann bricht er durch alle Zäune – egal ob Strom drauf ist oder nicht. Hauptsache, er kann ‚seine‘ Stute beschützen. Es wird noch einige Zeit brauchen, bis er erfahren kann, das sie seinen Schutz nicht mehr braucht. Denn es ist schon sehr anstrengend für so kleine Shettiebeinchen, ebenfalls als Handpferd große Runden mitzulaufen, weil die Freundin unterwegs ist….

Wir freuen uns sehr darauf, sein wahres Ich zu entdecken und fördern zu können.

Unsere Hunde

Da sich unsere freundlichen Hunde frei mit auf dem Gelände bewegen, haben sie natürlich auch Kontakt zu den Kindern. Mit ihrem ruhigen, zugewandtem Wesen, konnten sie schon so manchem die Angst vor Hunden nehmen. Und manchmal war dann das Kuscheln mit dem Hund fast spannender, als die Ponys. Natürlich nehmen wir Rücksicht auf sehr ängstliche Kinder und sorgen für eine behutsame Annäherung.

geb. 2018

Anouk

Anouk ist ein mazedonischer Hirtenhundmix. Ihre Mutter lebte auf der Straße. Anouk hatte das große Glück, dass sie mit sechs Monaten zu Anna und ihren Kindern kam. Sie ist ein sehr entspannter Kuschelfan und wirkt durch ihre ruhige, besonnene Art auf jeden sehr  beruhigend.

geb. 2017

Phoebe

Auch Phoebe hat eine Vergangenheit als Straßenhund. Sie wurde mit sechs Wochen in Rumänien an einer sehr befahrenen Hauptstraße von Tierschützern aufgelesen und gerettet. Mit sechs Monaten kam sie zu Daniela und Gizmo. Er liebte die große Hündin von der ersten Sekunde an. Phoebe liebt Kinder über alles. Sie ist geradezu süchtig nach Streicheleinheiten – aber auch danach, die Umgebung auf eigenen Faust zu erkunden. Und so heißt es immer wieder ' Wo ist Phoebe? Eben war sie noch...'

geb 2016

Gizmo

Obwohl Gizmo in Deutschland geboren ist, hat er von den drei Hunden die schlimmste Vergangenheit. Mit anderthalb Jahren fand er in Daniela seine fünfte!!!!! Besitzerin. Der kleine Terriermix kann einfach nicht alleine bleiben. Und als sehr aufmerksamer Wächter, muss man ihm schon ganz klar sagen, wann er sich einmischen soll und wann nicht. Auch er liebt Kinder sehr. Doch wenn er genug hat, muss man ihn auch in Ruhe lassen. Mit Gizmo an der Seite, kann einem nichts passieren.

Altengammer Hauptdeich 24
21039 Hamburg

Tel.: 01727420953
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

© Fellnasen & Co - Alle Rechte vorbehalten